Recherchen · Plattform · Regulierung · Markt
Wir graben in eine Entwicklung — und sagen, was sie füruns bedeutet.
Die Welt um die Apps herum bewegt sich: Gesetze öffnen Plattformen, Konzerne ändern ihre Regeln, Märkte kippen. Wo eine solche Entwicklung den Verein betrifft, recherchieren wir sie gründlich und schreiben einen Bericht — mit einem Kern-Befund, den Belegen Dritter daneben und einem ehrlichen Blick darauf, was sie für mana wirklich ändert (und was nicht). Die kurze, datierte Version solcher Ereignisse steht in derSouveränitäts-Chronik; hier ist die ausführliche.
- KIMacht es Sinn, Gemma 4 12B auf unserer eigenen RTX 3090 laufen zu lassen?Gemma 4 12B auf der eigenen GPU — was es ablösen könnte24 GBVRAM auf unserer RTX 3090 — Gemma 4 12B braucht quantisiert ~8–13 GB, lässt also Kopf für STT/TTS daneben.Googles neues offenes Modell läuft mit 16 GB RAM lokal und ist multimodal. Auf unserer 24-GB-Workstation ist Platz dafür. Wir prüfen: Welche Modelle es ablöst, was es bringt — und wo Whisper bleiben muss.Bericht lesen →
- KIZwei quelloffene „persönliche KI-Agenten“ sind 2026 explodiert — brauchen wir so etwas, und wenn ja, welchen?Persönliche KI-Agenten — OpenClaw, Hermes und was davon zu uns passt341 von 2.857So viele Erweiterungen im offiziellen OpenClaw-Verzeichnis waren bei einer vollständigen Prüfung im Februar 2026 bösartig — 335 davon aus einer einzigen koordinierten Kampagne. Nicht das Programm war das Problem, sondern der Marktplatz davor: eine Erweiterung läuft mit allen Rechten des Agenten.OpenClaw und Hermes sind Programme, die man auf dem eigenen Rechner laufen lässt und denen man per Chat Aufträge gibt: Dateien lesen, Termine setzen, Dienste bedienen. Beide sind quelloffen, beide gehören zu den meistbeachteten Projekten des Jahres — und beide haben eine Sicherheits-Geschichte, die man kennen muss, bevor man sie anfasst.Bericht lesen →
- PlattformDrei Länder teilen sich einen See — lässt sich die regionale Öffentlichkeit am Bodensee aus frei zugänglichen Quellen überhaupt als Ganzes erfassen?Drei Länder, ein See — wie offen die Regionalpresse am Bodensee ist159'375Zeitungsseiten aus 23 Schweizer Wochenblättern seit 2020 sind frei und maschinenlesbar abrufbar — ohne Konto, ohne Bezahlschranke. 43'474 davon entfallen auf die sieben Titel rund um den Bodensee.Wer wissen will, welche Vereine es in einer Region gibt, wer dort fördert und was gefeiert wird, findet das nirgends in einer Datenbank — sondern in der Lokalzeitung. Wir haben nachgesehen, wie viel davon am Bodensee ohne Konto, ohne Bezahlschranke und maschinenlesbar zugänglich ist. Das Ergebnis ist eine Landschaft mit einem sehr tiefen Fenster im Süden, einer schmalen Gegenwart im Norden — und einer Uhr, die läuft.Bericht lesen →
- PlattformDas Werkzeug, mit dem diese Seite gebaut ist, gehört jetzt Cloudflare — müssen wir handeln?Astro gehört jetzt Cloudflare — was das für unsere Seiten heißtMITAstro bleibt unter der MIT-Lizenz — der freiesten verbreiteten Software-Lizenz. Solange das gilt, kann die Community das Projekt jederzeit unabhängig weiterführen. Genau diese Lizenz ist unsere Rückversicherung, nicht das Versprechen eines Konzerns.Im Januar 2026 hat Cloudflare das Team hinter Astro übernommen — dem quelloffenen Web-Framework, mit dem diese Vereinsseite, unser App-Katalog und mehrere unserer Landingpages gebaut sind. Wir haben geprüft, ob uns das trifft. Kurzfassung: kaum — weil wir statisch bauen und selbst hosten. Aber die Übernahme ist ein guter Anlass, die eigene Abhängigkeit ehrlich aufzuschreiben.Bericht lesen →
- ProtokollDas Protokoll, über das KI-Programme unsere Werkzeuge aufrufen, ist neu gebaut worden — müssen wir mit?MCP wird zustandslos — das größte Update seit Erfindung des Protokolls12 MonateSo lange bleibt jede abgekündigte Fähigkeit mindestens funktionsfähig — das Projekt hat sich mit dieser Revision erstmals eine verbindliche Abkündigungs-Frist gegeben. Für uns ist nicht das Update die gute Nachricht, sondern diese Regel: Sie verwandelt einen Bruch in einen planbaren Termin.Am 28. Juli 2026 ist eine neue Fassung des Model Context Protocol erschienen — der Sprache, in der KI-Programme mit fremden Werkzeugen reden. Der Kern ist umgebaut: Die Verbindung merkt sich nichts mehr. Wir betreiben selbst einen solchen Server und haben nachgesehen, was das für uns heißt.Bericht lesen →
- PlattformWir haben mit Godot eine Spiele-Engine in unseren Werkzeugkasten geholt — was kann sie für den Verein noch, außer Spiele?Godot jenseits von Spielen — eine souveräne Werkbank für Echtzeit-Anwendungen0 €Godot kostet keine Lizenzgebühr und erhebt keine Umsatzbeteiligung — anders als die marktüblichen Engines, die ab einer Umsatzschwelle mitverdienen oder eine laufende Bindung verlangen. Was wir damit bauen, gehört uns vollständig.Für unsere ersten beiden Spiele haben wir Godot eingeführt — eine offene, vollständig quelloffene Engine. Was dabei oft übersehen wird: Godot ist im Kern keine Spiele-, sondern eine Echtzeit-Engine mit eingebautem Oberflächen- System. Damit lassen sich native Lern-Apps, Kreativ-Werkzeuge, 3D-Planer, Visualisierungen und Ausstellungs-Stationen bauen — ohne App-Store-Zwang, ohne Cloud-Baustein, als Programm, das wir selbst signieren und das offline läuft. Genau die Linie, die der Verein ohnehin fährt, nur für bewegte Grafik.Bericht lesen →
- RegulierungKann man auf dem iPhone inzwischen Apps an Apple vorbei installieren?Drittanbieter-Apps auf dem iPhone — was die EU geöffnet hat, und was nichtEU/EWRWo die Öffnung greift — die Schweiz, unser Sitzland, gehört nicht dazu.Seit iOS 17.4 dürfen iPhones in der EU Apps aus fremden Stores und direkt von Entwickler-Webseiten laden — der App Store ist nicht mehr der einzige Weg. Für mana als Schweizer Verein ändert das vorerst wenig: Die Öffnung gilt nur in der EU/EWR, und die Schweiz gehört nicht dazu.Bericht lesen →
- DatenschutzKönnen unsere Apps Daten sichern und über Geräte abgleichen, ohne dass je ein fremder Server — auch nicht unserer — die Daten sieht?Sync ohne fremden Server — Daten sichern, die uns nie erreichen0 ByteBei nutzer-eigenem Speicher liegt kein Byte personenbezogener Daten auf mana-Servern. Damit entfällt für diesen Weg der größte Teil der Auftragsverarbeitungs-Pflichten, die unsere Server-Sync-Apps tragen.Unsere Apps speichern lokal, mit optionalem Abgleich über unseren Server. Dazwischen fehlt eine Stufe: sichern und über Geräte abgleichen, ohne dass mana den Speicher stellt — etwa im eigenen Cloud-Ordner, auf dem eigenen Server oder verschlüsselt bei einem beliebigen Anbieter. Die nötige Technik existiert und ist quelloffen. Der eigentliche Gewinn ist nicht bequemer Komfort, sondern dass Daten, die uns nie erreichen, auch nicht von uns geschützt werden müssen.Bericht lesen →
- ProtokollSeit März 2026 läuft wieder ein Netz, das ganz ohne Server auskommt. Wäre Freenet der bessere Ort für unsere Apps?Freenet — ein Netz ohne Server, und warum wir trotzdem nicht umziehenArt. 17Das Recht auf Löschung ist der Punkt, an dem sich die Wege trennen. Wer unsere Apps nutzt, kann seine Daten löschen lassen — in einem Netz, das gebaut wurde, damit nichts mehr entfernt werden kann, könnten wir dieses Versprechen nicht mehr geben.Freenet ist neu gebaut worden: kein zentraler Server, keine Konten, kein Anbieter in der Mitte — Anwendungen laufen auf den Rechnern ihrer Nutzer. Das Ziel teilen wir. Der Weg führt heute an unseren Menschen vorbei: Es gibt keine App fürs Telefon, man muss erst ein Programm installieren, und was einmal im Netz liegt, lässt sich nicht mehr löschen. Zwei Ideen daraus nehmen wir trotzdem mit.Bericht lesen →
- PlattformSollen wir unsere Apps über eine eigene Vertriebs-Infrastruktur ausliefern — oder über bestehende unabhängige Kanäle?App-Vertrieb an Google vorbei — eigenes Repo oder fremder Kanal?0 €Plattform-Gebühr für ein selbst gehostetes F-Droid-Repo — es kostet Pflege und Schlüssel-Hygiene, keinen Tribut.Auf Android war die Tür nie verschlossen: Eine signierte APK auf der eigenen Domain genügt, weltweit und ohne Gebühr. Die Frage ist nicht „geht das", sondern „bauen wir die Schiene selbst oder fahren wir auf bestehenden unabhängigen Rails". Wir wägen beides gegen unsere Eigenbetrieb-Doktrin ab.Bericht lesen →
- PlattformKönnen wir den toten Code in unseren Apps automatisch finden, ohne dafür eine Cloud zu bezahlen?fallow — was ein Codebase-Analyzer für unsere App-Entwicklung leistetMITDer gesamte Analyzer ist quelloffen und kostenlos. Geld kostet nur die optionale Runtime-Schicht — die wir voraussichtlich nicht brauchen.fallow durchleuchtet TypeScript- und JavaScript-Projekte als zusammenhängendes System und findet in Sekundenbruchteilen, was nie benutzt wird, doppelt vorliegt oder im Kreis verweist. Die nützliche Schicht ist quelloffen und kostenlos — genau die Art Werkzeug, die zu unserer Souveränitäts-Linie passt. Wir haben es an vierzehn eigenen Apps getestet: schnell und ehrlich nützlich bei Duplikaten und Zyklen, aber bei „ungenutzten Abhängigkeiten" in unserem Stack auffällig laut. Fazit: ja, als Helfer — nein, als blindes Tor.Bericht lesen →
Jeder Bericht steht mit Quellen Dritter und einer benannten Liste offener Punkte. Wir zeigen nicht nur die bequeme Hälfte — genau das unterscheidet einen Verein von einem Anbieter.