Recherchen · KI · geprüft 2026-08-15
Black Forest Labs hat FLUX 3 veröffentlicht — was heißt das für den Bildgenerator, den wir von genau dieser Firma betreiben?

FLUX 3 — der Hersteller unseres Bildmodells macht oben zu

Am 23. Juli 2026 hat Black Forest Labs FLUX 3 angekündigt: Bild, Video, Ton und Roboter-Bewegung aus einem einzigen Modell. Seit dem 4. August ist der Videoteil allgemein verfügbar. Wir betreiben von derselben Firma ein offenes Modell — und können von diesem hier nichts herunterladen.

Der Befund

FLUX 3 ist für uns heute nicht benutzbar, und das ist der eigentliche Befund. Nutzbar ist allein der Videoteil, allein über die Schnittstelle des Herstellers. Der Bildteil ist seit der Ankündigung nicht erschienen, die offene Fassung „FLUX 3 Dev" hat kein Datum, keine Lizenz, keine genannte Größe und kein Repo. Für unsere Bildkette ändert sich damit nichts: FLUX.2 [klein] 4B unter Apache-2.0 bleibt, weil es keine Alternative desselben Hauses gibt, die wir einsetzen dürften. Bemerkenswert ist die Richtung — die Firma, deren offenes Modell bei uns läuft, veröffentlicht ihr bestes Modell zuerst als Dienst.

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So viel von FLUX 3 lässt sich herunterladen. Angekündigt sind vier Modalitäten aus einem Gewichtssatz; ladbar ist keine. Die offene Fassung steht auf „später in diesem Jahr" — ohne Datum, ohne Lizenztext, ohne Parameterzahl, ohne Repo.
BFL-Ankündigung 2026-07-23 und Modellseiten, geprüft am 2026-08-15
Was fünf Sekunden Video kosten · US-Dollar
FLUX 3 · Full HD
1.45 $
FLUX 3 · HD
0.85 $
MiniMax H3 · Schnittstelle des Herstellers, 2K
0.65 $
FLUX 3 · Entwurfsmodus
0.30 $
unsere eigene Karte · Strom für denselben Clip
0.01 $

Quelle: Preise je Sekunde nach der Anbieterliste, gerechnet auf fünf Sekunden. Primär belegt ist „ab $0,17 je Sekunde" (BFL-Preisseite und OpenRouter); die Staffelung nach Auflösung und Modus stammt aus einer Zweitquelle. Der H3-Vergleichswert ist der Schnittstellenpreis des Herstellers für 2K, nicht unsere Karte. Die Balken zeigen NICHT dasselbe Produkt — Auflösung und Länge unterscheiden sich..

Wie lang ein Clip aus EINEM Durchgang wird · Sekunden
FLUX 3 · Text oder Bild zu Video
20
FLUX 3 · Fortsetzung eines Clips
15
MiniMax H3 auf unserer Karte · rechnerisch
15.08
MiniMax H3 · was wir im Betrieb fahren
5.17

Quelle: FLUX 3: Herstellerangabe (5–20 s, Fortsetzung 5–15 s aus höchstens 4 s Eingabe). MiniMax H3: eigene Werte von der RTX 3090 — die 15,08 s sind die rechnerisch mögliche Rasterlänge, die 5,17 s das Rezept, das wir tatsächlich fahren..

Die Lizenzleiter bei Black Forest Labs · was ein Verein einsetzen dürfte
FLUX.2 [klein] 4B · Apache-2.0 — läuft bei uns
2
FLUX.1 [schnell] · Apache-2.0
2
FLUX.2 [klein] 9B · FLUX Non-Commercial
0
FLUX.2 [dev] 32B · FLUX Non-Commercial
0
FLUX 3 · nur Dienst, keine Gewichte
0
FLUX 3 Dev · angekündigt, Lizenz unbekannt
0

Quelle: Modellkarten auf Hugging Face, abgerufen am 2026-08-15. Balkenhöhe = Einsetzbarkeit: 2 = permissiv, 1 = erlaubt mit Auflagen, 0 = für uns gesperrt oder gar nicht vorhanden..

Einordnung

Was da veröffentlicht wurde

Am 23. Juli 2026 hat Black Forest Labs FLUX 3 angekündigt — und zwar nicht als nächste Version des Bildmodells, sondern als etwas anderes: ein Modell für Bild, Video, Ton und Roboter-Bewegung aus einem einzigen Gewichtssatz, gemeinsam trainiert statt hinter einer gemeinsamen Schnittstelle zusammengesteckt.

Der Unterbau heißt Self-Flow und ist seit März 2026 als Arbeit veröffentlicht: Das Modell lernt beim Erzeugen zugleich, seine eigenen Merkmale zu rekonstruieren. Jede Eingabe wird mit zwei verschiedenen Rauschstufen versehen, die saubere Sicht dient als Lehrer für die verrauschte. Der Hersteller beziffert den Gewinn auf das 2,8-fache an Trainingseffizienz. Für FLUX 3 wurde dieselbe Methode auf Video, Bild und Ton hochskaliert.

Das ist die Ankündigung. Was davon existiert, ist eine kürzere Liste.

Was heute wirklich benutzbar ist

Teil Stand am 15. August 2026
FLUX 3 Video 🟢 allgemein verfügbar seit dem 4. August — nur über die Schnittstelle
FLUX 3 Aktion (FLUX-mimic) Vorabzugang für ausgewählte Robotik-Partner
FLUX 3 Image 🔴 nicht erschienen — „in den kommenden Wochen“, seit dem 23. Juli
FLUX 3 Dev (offene Gewichte) 🔴 kein Datum, keine Lizenz, keine Größe, kein Repo

Es gibt keinen ComfyUI-Weg, weil es nichts gibt, was ComfyUI laden könnte. Wer FLUX 3 heute benutzt, benutzt fremde Rechner.

Was der Videoteil kann, ist der Rede wert: bis 20 Sekunden in einem Durchgang bei 24 Bildern je Sekunde, nativ in HD und über Hochskalierung in Full HD, in sieben Seitenverhältnissen von 21:9 bis 9:16. Der Ton entsteht mit den Bildern, nicht danach — Dialog, Geräusche, Raumklang, lippensynchron in rund einem Dutzend Sprachen, Deutsch darunter. Die Doku kennt vier Modi: t2v, i2v (bis zu zehn Bilder, auf Zeitpunkte setzbar), v2v (Fortsetzung aus höchstens vier Sekunden Material) und draft_enhance, das einen Entwurf in voller Qualität nachrechnet.

Wie es sich gegen das schlägt, was wir haben

FLUX 3 Video MiniMax H3 auf unserer 3090
Wo es rechnet fremde Rechner, Ort ungenannt eigene Karte
Gewichte keine 43 GB, quantisiert geladen
Länge in einem Durchgang bis 20 s 5,17 s im Betrieb
Ton mit Lippensynchronität ja, aber ohne Lippenwerte geprüft
Kosten je 5 s 0,85 $ (HD) Strom, unter einem Rappen
Lizenz Geschäftsbedingungen Community License mit Auflagen

Die Tabelle liest sich in beide Richtungen. Der Dienst kann in einem Zug, wofür wir eine Bildkette aus mehreren Clips bauen — und er kann es in einer Länge, die unsere Karte nicht hergibt. Dafür läuft alles, was bei uns entsteht, auf einer Maschine, die im Haus steht, und kostet nach der Anschaffung praktisch nichts. Das ist keine Rechnung, die man gewinnt, sondern eine Entscheidung, die man trifft.

Der Punkt, der über dieses Modell hinausgeht

Wir betreiben FLUX.2 [klein] 4B von genau dieser Firma. Es steht unter Apache-2.0, es kommt aus Freiburg, es passt auf unsere Karte — die seltene Kombination, wegen der wir es genommen haben.

Innerhalb derselben Familie sieht es schon anders aus: Die 9-Mrd- Fassung und das 32-Mrd-Modell [dev] tragen beide die „FLUX Non-Commercial License“. Ein Verein, der Software als Dienst betreibt, darf sie auch zum Selbstkostenpreis nicht einsetzen. Das haben wir bei Ideogram 4.0 schon einmal aufgeschrieben, dort war es ein fremder Anbieter.

FLUX 3 setzt diese Linie fort und geht einen Schritt weiter: Das beste Modell des Hauses ist zuerst gar kein Modell mehr, sondern ein Dienst. Ob am Ende offene Gewichte stehen und unter welcher Lizenz, ist die einzige Frage, die für uns wirklich zählt — und sie ist offen.

Was wir tun

Nichts umbauen. Es gibt keine Entscheidung zu treffen: Der Bildteil existiert nicht, der Videoteil ist kein Modell, und unsere Kette läuft.

Auf FLUX 3 Dev warten — und dann den Lizenztext lesen, nicht das Lizenzfeld. Wenn eine offene Fassung erscheint, entscheidet sich in diesem Dokument, ob wir sie überhaupt anfassen dürfen. Erst danach lohnt die Frage, ob sie auf 24 GB passt.

Falls Video einmal zugekauft werden soll, in dieser Reihenfolge: Widerspruch gegen die Trainingsnutzung per E-Mail, dann der Entwurfsmodus für die Suche nach der Einstellung, dann die teure Fassung — und ausschließlich mit Vorlagen aus dem eigenen Bildmodell. Kein realer Mensch, in keinem Bild, in keiner Anfrage.

Vereins-Bezug

Was das für mana bedeutet

  • Das ist nicht irgendein Hersteller, sondern unserer. Der Bildgenerierungs-Dienst auf der GPU-Box fährt FLUX.2 [klein] 4B — wir haben es genommen, weil europäische Herkunft, Apache-2.0 und 13 GB Grafikspeicher selten zusammenfallen. Genau dieses Haus stellt sein bestes Modell nun zuerst als Schnittstelle vor. Unser Modell wird davon nicht schlechter; die Frage ist, ob die nächste offene Fassung noch die gute Lizenz trägt.
  • Die Lizenzleiter derselben Familie beantwortet das nicht, aber sie warnt. Innerhalb von FLUX.2 steht nur die kleine 4-Mrd-Fassung unter Apache-2.0; die 9-Mrd-Fassung und das 32-Mrd-Modell [dev] tragen die „FLUX Non-Commercial License" und sind für einen Verein, der Software als Dienst betreibt, auch zum Selbstkostenpreis gesperrt. Das ist derselbe Fall wie bei Ideogram 4.0 — nur diesmal beim Anbieter, dem wir schon vertrauen. Wenn FLUX 3 Dev erscheint, entscheidet der Lizenztext, nicht das Lizenzfeld: Bei anderen Modellen haben wir dokumentiert, dass dieses Feld regelmäßig etwas anderes behauptet als der Vertrag.
  • Beim Video kann der Dienst etwas, das unsere Karte nicht kann — und trotzdem ändert sich nichts. Zwanzig Sekunden in einem Durchgang, mehrere Einstellungen in einer Anfrage, Dialog mit Lippensynchronität in rund einem Dutzend Sprachen: Bei uns entsteht Vergleichbares nur über eine Bildkette aus Clips von je gut fünf Sekunden, und die schwerste Auflösung kostet auf der 3090 dreizehn Minuten je Clip. Der Abstand ist real. Er ändert nichts, weil es hier nicht um ein besseres Modell geht, sondern um ein Modell gegen einen Dienst. MiniMax H3 läuft auf unserer eigenen Karte; FLUX 3 läuft auf fremden Rechnern, wo auch immer die stehen.
  • Vor dem ersten Versuch stünde ein Brief. Nach den Geschäftsbedingungen räumt man Black Forest Labs eine weitreichende, unterlizenzierbare Lizenz auf Eingaben und Ausgaben ein, ausdrücklich auch zum Trainieren. Widerspruch ist möglich, aber nur per E-Mail an eine Adresse — es gibt keinen Schalter im Konto. Für die Bildvorlagen unserer Geschichten hieße das: erst der Widerspruch, dann der Test, und niemals mit einer Vorlage, die einen realen Menschen zeigt.
  • Die Ausgaben gehören uns — ob wir sie verschenken dürfen, steht nicht da. „We claim no ownership rights in and to Your Content" ist eindeutig, und gewerbliche Nutzung ist erlaubt. Unsere Medien stehen jedoch unter CC0, und zur Weitergabe unter einer freien Lizenz schweigen die Bedingungen. Das ist keine Absage, sondern eine offene Rechtsfrage, die vor einer Veröffentlichung zu klären wäre.
  • Europäischer Anbieter ist nicht europäische Verarbeitung. Black Forest Labs sitzt in Freiburg, die Datenschutzerklärung nimmt ausdrücklich auf die DSGVO Bezug — nennt aber keine Serverorte, keine Aufbewahrungsfristen und keinen einzigen Cloud-Anbieter beim Namen, und regelt Übermittlungen über Standardvertragsklauseln. Für unsere Souveränitäts-Achse zählt der Firmensitz weniger als der Ort, an dem gerechnet wird.
Ehrlich benannt

Offene Punkte

  • Wir haben nichts gemessen. Es gibt keinen Zugang und keine Gewichte; dieser Bericht ist Aktenlage, keine Prüfung. Alles, was hier zu Qualität steht, stammt vom Hersteller — auch die Vorliebenzahlen von 69 Prozent gegen Grok Imagine, 77 gegen Runway Gen-4.5 und 93 gegen Luma Ray 3.2. Unabhängig nachgeprüft ist davon nichts.
  • Von der Preistabelle ist nur die Untergrenze primär belegt. „Ab $0,17 je Sekunde" steht auf der Preisseite des Herstellers und bei einem Wiederverkäufer. Die Staffelung nach HD, Full HD, Fortsetzung und Entwurfsmodus haben wir aus einer Zweitquelle übernommen; die Doku selbst nennt nur „1 Guthaben entspricht $0,01".
  • Größe und Hardwarebedarf sind unbekannt. Die kursierenden Zahlen von 625 und 675 Millionen Parametern stammen aus den Ablationsläufen der Self-Flow-Arbeit und beschreiben Versuchsmodelle, nicht das Produkt. Ob eine offene Fassung je auf eine 24-GB-Karte passen wird, lässt sich derzeit nicht abschätzen — MiniMax H3 braucht bei uns bereits 43 GB Gewichte in quantisierter Form.
  • „In den kommenden Wochen" ist beim Bildteil noch nicht eingelöst. Angekündigt am 23. Juli, Stand dieses Berichts am 15. August: nicht erschienen. Erschienen ist nur der Videoteil, und der am 4. August.
  • Ob die gehostete Fassung und die spätere offene dasselbe Modell sind, sagt der Hersteller nicht. Bei anderen Anbietern waren sie es regelmäßig nicht. Ein Urteil über den Dienst wäre also kein Urteil über FLUX 3 Dev.
  • Unser eigenes Bildmodell ist ungemessen. Wir haben FLUX.2 [klein] 4B nie gegen ein eingefrorenes Prüfset gestellt. Die Frage „ist FLUX 3 besser als unseres" lässt sich hier folglich von zwei Seiten nicht beantworten.

Recherchen sind das Langform-Format. Die kurze, datierte Version solcher Entwicklungen sammelt die Souveränitäts-Chronik; die Grund-Annahmen, auf denen mana steht, stehen unter den Thesen.