Software, die den Menschen gehört.
mana ist eine gemeinnützige, unabhängige Software-Werkstatt aus Tägerwilen im Thurgau. Sie baut digitale Werkzeuge, die Menschen tatsächlich gehören — frei von Lock-In, Werbung und stiller Verwertung — und betreibt sie auf eigener Infrastruktur in der Schweiz. Dieses Dossier zeigt, was schon steht, wofür der Verein da ist und was er braucht, um den Weg zur Stiftung zu gehen.
- 74Apps live
- 144Container produktiv
- 2eigene Maschinen, CH
- ~115–170kCHF Eigenleistung
- Was
- Eine gemeinsame Plattform (Konto, Speicher, KI, Bezahlung, Mail) und darauf eine Familie von rund 80 Apps für alltagsnahe Bedürfnisse.
- Für wen
- Menschen im digitalen Alltag — dauerhaft, ohne Lizenzkosten, lokal und offline gratis. Aufträge für gemeinnützige Organisationen, Gemeinden, Kantone.
- Träger
- Schweizer Verein in Gründung, Sitz Tägerwilen TG — mit dem festen Ziel, alles in eine gemeinnützige Stiftung zu überführen.
- Warum anders
- Quelloffen (Copyleft), ohne Werbung, ohne Tracking, ohne Investoren, zum Selbstkostenpreis. Kein Big-Tech-Lock-In.
- Was schon steht
- 74 Apps live auf eigener Schweizer Infrastruktur; ~115–170k CHF Eigenleistung bereits erbracht — sie wird mit der Gründung unwiderruflich in den Verein eingebracht.
- Was gebraucht wird
- Ein bescheidener jährlicher Betriebs-Sockel für die Anlaufphase und das Grundstockkapital der künftigen Stiftung.
Dieselbe Fähigkeit, an anderen Bedingungen
Fast jedes digitale Werkzeug, das heute etwas kann, hängt an etwas: an Werbung, an Verweildauer, an Datenspuren, an Renditedruck. Die Fähigkeit ist selten das Problem — das Bündel drumherum ist es.
Künstliche Intelligenz treibt gerade die Kosten, Software überhaupt zu erstellen, gegen null. Damit verschiebt sich die entscheidende Frage von „Können wir das bauen?" zu„Für wen und zu welchen Bedingungen?" Genau hier setzt mana an: dieselbe Fähigkeit, aber getragen von einem gemeinnützigen Verein, nachhaltig und zum Selbstkostenpreis — ohne dass jemand daran verdient.
mana ist deshalb ausdrücklich auch als Modell gedacht: ein Beleg, dass gute digitale Werkzeuge nicht dem Konzern gehören müssen, um zu funktionieren.
Eine Plattform, ein ganzes Ökosystem
Unter den Apps liegt eine geteilte Plattform: Konto, Bezahlung, KI-Zugang, Sprache-zu-Text, Speicher, Mail, Push — jede dieser Aufgaben existiert genau einmal, als Allmende für alle Produkte (rund 27 Dienste, davon ein föderierter Verbund, damit Apps sich Inhalte und Suche teilen können). Darauf wächst eine breite Produktfamilie.
- Sprache, Wissen & Audio
Memoro (Sprachaufnahme lokal → Text), audioguide (Hör-Touren mit TTS + GPS), wisekeep (Link → Transkript + Kernaussagen), pageta (Reader / Read-it-later)
- Kreativ & Medien
mukke (Musik-Bibliothek + Studio), klangkiste (Beat-Baukasten für Kinder, komplett im Browser), galerie (begehbare 3D-Kunstausstellungen), comicello, kreisel (Loop-Video)
- Adobe-Ersatz-Initiative
lichtwerk (Bildbearbeitung mit Ebenen), mana-pdf (lokale PDF-Werkbank), satzwerk (WYSIWYG-Layout), raumwerk (3D-Raum- & Ausstellungsplaner)
- Lernen & Kinder
wordeck (Karten-Lernen, Anki-Alternative), buehnenkiste (Lernspiel-Theater für kleine Kinder), zahlenkiste, merkkiste — und über ein Dutzend „Kisten" mehr, werbefrei und ohne Konto
- Alltag & Gesundheit
nutriphi (Ernährung), stetick (Gewohnheiten), schluma (Schlaf, Ende-zu-Ende verschlüsselt), herbatrium (Botanik-Beobachtungen), saldo (Haushaltsbuch), notiz (verschlüsselte Notizen)
- Region & Gemeinschaft
seepuls (Event-Aggregator, der den Bodensee als eine Region behandelt), chorportal (Chöre Thurgau), viadocu, tipprunde
Insgesamt 74 Apps live (von rund 80 gebauten), dazu 14 öffentliche Landings — alle auf eigener Infrastruktur. Der ganze Katalog ist offen einsehbar untermana.how/apps.
Wem es nützt — und wohin das Geld geht
Wer eine mana-App nutzt, bekommt eine digitale Fähigkeit dauerhaft in die Hand, ohne Lizenzkosten; lokal und offline sogar gänzlich gratis. Bezahlte KI-Aktionen laufen über „Mana" — 1 Mana = 1 Rappen/Cent, immer. Jeder ausgegebene Mana ist im Beleg aufgeschlüsselt:
- 80%Leistung direkt an die Nutzenden (der Compute der KI-Aktion)
- 5%Natur, regional — Aufforstung / Renaturierung (geplant, kuratierte Liste pro Region)
- 5%eigene Infrastruktur
- 5%Vereinsbetrieb — Recht, Buchhaltung, Compliance
- 5%Rücklagen
Kurz: 80% Leistung, 10% Nachhaltigkeit, 10% Verein. Nichts davon ist Marge oder Ausschüttung — die gibt es nicht. Eine Spende geht zu 100% in den Verein.Die volle Mittelverwendung steht offen untermana.how/transparenz.
Acht Werte, in dieser Reihenfolge
Die Werte sind priorisiert — bei einem Konflikt gewinnt der höhere. Das ist kein Schmuck, sondern die Entscheidungsregel des Vereins.
- 1Daten-Souveränität vor Bequemlichkeit
Die Daten gehören den Nutzenden — jederzeit exportier- und löschbar, auf Wunsch Ende-zu-Ende verschlüsselt, gespeichert in der Schweiz bzw. EU.
- 2Offen by default
Code, Architektur und Doku sind quelloffen (AGPL/Apache). Offenheit ist Vertrauens- und Compliance-Frage, kein Lifestyle.
- 3Compliance-First
Datenschutz und Vereinsrecht sind Anforderung von Anfang an, nicht nachträglich angeflanscht.
- 4Transparenz nach innen und außen
Die Mittelverwendung ist nachvollziehbar; Nutzende sehen die Kosten jeder Aktion im Beleg.
- 5Langlebigkeit vor Tempo
Gebaut für zehn Jahre, nicht für die nächste Funding-Runde — bewährte, wartbare Technik.
- 6Ein Produkt, ein Repo
Jedes Produkt steht für sich; nur das Gemeinsame wandert in die geteilte Plattform.
- 7Ohne Stakeholder, zum Selbstkostenpreis
Keine Investoren, keine Anteilseigner. Preise decken die Kosten plus einen kleinen Rücklagen-Puffer — nie eine Marge.
- 8Schöne Werkzeuge, ehrliche Motivation
Bedienbarkeit und Ästhetik gehören zur Mission — aber keine Dark Patterns, kein Pay-to-Win, kein künstlicher Druck.
Der stärkste Schutz ist die Lizenz: Plattform und Produkte stehen unter Copyleft (AGPL) bzw. Apache-2. Eine Organisation kann übernommen werden, eine Copyleft-Lizenz nicht.
Ein Verein auf dem Weg zur Stiftung
mana ist ein Schweizer Verein in Gründung, mit Sitz in Tägerwilen (Thurgau). Die Schweiz ist bewusst gewählt — für politische Unabhängigkeit und Neutralität, nicht als Steuer-Arbitrage; der Datenschutz folgt den strengsten europäischen Standards.
Ehrlich gesagt: Der Verein ist in Gründung und hält heute noch kein Eigentum. Code, Marken, Domains und Hardware liegen beim Gründer als Privatperson und gehen mit der Gründungsversammlung unentgeltlich und unwiderruflich in den Verein über — ein Rückfall an den Gründer ist für immer ausgeschlossen, es gibt keine Investoren.
Das eigentliche Ziel ist die Überführung in eine gemeinnützige Stiftung, sobald der Betrieb tragfähig und das Grundstockkapital gedeckt ist. Die Stiftung sichert die Mission dauerhaft gegen Übernahme und Umwidmung. Der Verein ist die erste, günstige und flexible Stufe, die genau dorthin führt.
Vergütung folgt einer klaren Regel: Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich; operative Arbeit wird — von einem unabhängigen Organ beschlossen und an einer externen Vergütungsstudie geeicht — höchstens zum Selbstkostensatz vergütet, aus Auftragserlösen, nie aus Mitgliedsbeiträgen oder Spenden.
Kein Papierprojekt
mana ist keine Idee auf Folien — es läuft. Auf zwei eigenen Maschinen in der Schweiz tragen heute:
- 144Container, alle laufend
- 54Postgres-Datenbanken
- ~180Domains & Routen
- 2.100+Commits allein im Plattform-Repo
Der Betrieb ist gepflegt, nicht improvisiert: automatische Backups mit Wiederherstellungs- Probe, Selbstheilung bei Ausfällen, tägliche Inventar-Prüfung. Und die größte Investition ist längst getätigt — als Eigenleistung von ~115–170k CHF: geleistete Entwicklungsarbeit (zu Schweizer Marktlöhnen bewertet, um die Größenordnung des Geschenks zu zeigen), eigene Hardware und selbst getragene Betriebskosten. All das ist bereits erbracht und geht mit der Gründung unwiderruflich in den Verein über. Die Aufstellung steht offen untermana.how/finanzierungsbedarf.
Was gebraucht wird — bescheiden und begründet
Weil so viel schon steht, ist der Bedarf klein. Zwei Größen bestimmen ihn:
Der erste Schritt kostet nichts und schafft Klarheit: die Steuerbefreiung im Kanton Thurgau, die Spenden für Private und Firmen in der Schweiz abzugsfähig macht. Alle Posten, Beträge und Annahmen — einmalig, jährlich, Eigenleistung — stehen offen und nachrechenbar unter mana.how/finanzierungsbedarf.
Wer jetzt trägt, trägt den Weg zur Stiftung
Eine Spende geht zu 100% in den Verein und wird — nach der Steuerbefreiung — nach Schweizer Steuerrecht abzugsfähig. Wer mana fördern, beauftragen oder als Mitglied mittragen will, findet die Wege auf der Mitwirken-Seite. Welche Förderer konkret angesprochen werden, führen wir intern — hier steht der Bedarf, nicht die Ansprache.
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