mana-gpu
Eigene KI-Inferenz-Workstation für die Workloads, die wir nicht auslagern wollen.
Was drinsteckt
- Grafikkarte
- NVIDIA RTX 3090 · 24 GB VRAM
- Prozessor / RAM
- AMD Ryzen 9 5950X · 16 Kerne · 64 GB
- Spracherkennung
- 142× an einer echten Stunde — 1 h Audio in 25 Sekunden
- Genauigkeit
- 5,4 % Wortfehler an 80 Minuten deutscher Rede (WhisperX large-v3-turbo)
- Strom
- 16 Watt Leerlauf · 247 Watt unter Last (nur die Karte gemessen)
- Energie je Stunde Audio
- ≈ 1,7 Wattstunden — ein Siebtel des Büro-PCs
- Trägt außerdem
- die gesamte Überwachung der Flotte, 25 Container in WSL
- Modus
- Windows · WSL2 + Docker
Sprache aus Memoro, geocodierte Adressen aus Viadocu, gesprochene Erinnerungen — das sind die Workloads, die wir nicht an OpenAI Whisper oder Google Geocoding schicken wollen. Die landen auf dieser Workstation.
Eine NVIDIA RTX 3090 mit 24 GB VRAM, gebraucht für unter 1000 Euro zu haben, reicht für den Vereins-Bedarf gut aus. Dahinter ein Ryzen 9 5950X mit 16 Kernen und 64 GB Arbeitsspeicher. WSL2 unter Windows, mit Docker-Containern für Whisper, TTS-Modelle und den Photon-Geocoder. Das ist eine pragmatische Antwort auf „KI-Souveränität“: nicht jedes Modell selbst trainieren, aber jedes Modell selbst hosten, das auf einer Consumer-Karte läuft.
Was die Karte leistet — gemessen
Am 6. August 2026 haben wir den Transkriptionsdienst mit denselben Aufnahmen gefüttert, mit denen zuvor der Büro-PC geprüft wurde — gleiches Modell, gleiche Auswertung (ausführlicher Vergleich).
Eine durchgehende Aufnahme von knapp fünf Minuten ist in 2,2 Sekunden transkribiert, über drei Läufe mit weniger als einem Prozent Schwankung. Das sind 134-fache Echtzeit. An einer echten Stunde (79,6 Minuten am Stück) sind es sogar 142-fach — rund 25 Sekunden je Stunde Audio — bei 5,4 % Wortfehlern, dem besten von uns gemessenen Wert. Länge bremst die Karte also nicht.
⚠️ Hier stand zunächst 71,8×. Das war ein einzelner Lauf, ohne Wiederholung, während die Karte fremde Last trug — korrigiert nach drei sauberen Läufen (Streuung 1,6 s).
Ein Detail mit praktischer Folge: Dieselbe Audiomenge in kurzen Dateien statt am Stück drückt das Tempo auf 39-fach. Zwei Drittel der Leistung gehen verloren, wenn man die Karte mit Schnipseln füttert — je schneller die Maschine, desto stärker wiegt der Aufwand pro Anfrage.
Strom: schneller ist hier sparsamer
Die naheliegende Annahme, eine 350-Watt-Grafikkarte sei die verschwenderische Lösung, hält der Messung nicht stand. Unter Last zieht die Karte im Mittel 247 Watt, mit Spitzen bis 321. Weil sie aber so schnell fertig ist, kostet eine transkribierte Stunde Audio nur rund 1,7 Wattstunden — gegenüber 11,6 auf dem Büro-PC. Ein Siebtel.
Umgekehrt im Leerlauf: Dort zieht allein die Karte 16 Watt, nur um bereitzustehen, während der kleine Rechner mit 3 Watt auskommt. Die Regel lautet also nicht „große Karte = Verschwendung“, sondern: viel Arbeit gehört auf die Karte, bloße Bereitschaft auf den kleinen Knoten.
Sie trägt mehr als KI
Neben Spracherkennung, Sprachausgabe und Bildmodellen laufen hier 25 Container, darunter die gesamte Überwachung der Vereins-Flotte — Metriken, Protokolle, Alarmierung und die öffentliche Statusseite. Das ist bequem, aber es ist auch der wunde Punkt: Diese Maschine stürzt gelegentlich hart ab, und sie beherbergt ausgerechnet den Dienst, der solche Ausfälle melden soll.
Für große Sprachmodelle (Claude, GPT, Gemini) reicht die Karte nicht — das geht über llm-anbieter als bewusste externe Abhängigkeit.
Konsumenten
Plattform-Services, die hier aufsitzen
Diese Services nennen mana-gpu in ihrem Infrastruktur-Frontmatter — sie sind direkt von diesem Baustein abhängig.
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mana-llmEine Schnittstelle vor Anthropic, OpenAI, Gemini — ein Ort für API-Keys, ein Cost-Tracking, ein Audit.
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mana-sttSelbst gehostetes Speech-to-Text via Whisper auf eigenem GPU-Server — Sprache verlässt die Vereins-Infrastruktur nicht.
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mana-ttsSelbst gehostetes Text-to-Speech auf eigenem GPU-Server — Vereins-Stimme statt Big-Cloud-Stimme.
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mana-image-genBilder aus Text auf der eigenen Grafikkarte — FLUX.2 [klein] 4B unter Apache-2.0, kein Prompt verlässt das Haus.
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mana-music-genMusik samt Gesang aus einer Textbeschreibung, gerechnet auf der eigenen Karte — ACE-Step unter Apache-2.0.
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mana-geocodingAdresse ↔ Koordinaten — eigener Photon-Server zuerst, Public-Photon und Nominatim nur als Fallback.
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mana-stemsTrennt eine fertige Aufnahme in Gesang und Begleitung — die Grundlage für Karaoke aus eigenem Material.
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mana-gpu-brokerDie Schlange vor der einen Grafikkarte — teilt Speicher zu, damit sich sieben KI-Dienste nicht gegenseitig abschiessen.
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mana-3dAus einem Foto wird ein dreidimensionales Objekt — der Dienst, der einmal ohne jede Anmeldung im Netz stand.
Was mana-gpu für den Verein verkörpert
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DatensouveränitätVerwahrer statt Eigentümer.
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EigenbetriebEigene Infrastruktur, quelloffener Stack.
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UnabhängigkeitSchweizer Verein, keine Investoren.
Was offen ist
- Der Dienst nimmt nur Dateien bis 100 MB an — eine einstündige WAV-Aufnahme (152 MB) lehnt er ab. Und er prüft die Dateiendung statt des Inhalts: dieselbe Opus-Datei wird als `.opus` abgewiesen und als `.ogg` angenommen.
- Die Maschine stürzt gelegentlich hart ab — und trägt zugleich die Überwachung, die den Ausfall melden soll. Für die Spracherkennung gibt es seit August einen bezifferten Ausweichweg auf den Büro-PC; für die Überwachung noch nicht.
- Die Modelle werden erst beim ersten Aufruf geladen (`PRELOAD_MODELS=false`). Die erste Anfrage nach einem Neustart dauert dadurch rund zwanzig Sekunden statt zwei.
- Nach getaner Arbeit bleiben Modelle im Grafikspeicher liegen — zuletzt 12,4 von 24 GB belegt, bei null Auslastung.
- Die Leistungsaufnahme ist nur an der Grafikkarte gemessen. Was Prozessor, Board und Netzteil dazu beitragen, ist unbekannt; dafür bräuchte es ein Messgerät an der Steckdose.
Weitere Infrastruktur dieser Art
Hardware mit Standort — physisch greifbar, nicht in einer fremden Cloud.
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mana-serverDer Hauptserver des Vereins — ein Mac mini M4 in Tägerwilen (Schweiz), der die ganze Plattform trägt.
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mana-server-chZweiter Mac Mini in der Schweiz — Off-Site-Replikation und Failover, sobald der Verein dort verankert ist.
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mana-node-3Ausgemusterter Büro-PC von 2017, der jetzt Sprache in Text verwandelt — und dabei weniger Strom zieht als eine Glühbirne.
mana-gpu ist ein Baustein der Vereins-Infrastruktur — eine von drei Schichten unter den Plattform-Services und Apps.