ortspur
Was an einem Ort steht und seit wann — Schicht für Schicht, von der Römerbrücke bis zur Schuhfabrik. Jede Angabe mit ihrer Quelle.
Nachschlagen, was in einem Dorf steht und wie alt es ist, ohne einer Seite glauben zu müssen, die ihre Quelle verschweigt.
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Eine Jahreszahl, die genauer aussieht als ihre Quelle, ist eine Lüge. Hier steht das Jahrhundert, wenn nur das Jahrhundert belegt ist.
Von „Heute vor …"-Seiten gibt es tausend. Sie zeigen Weltwissen, nennen keine Quelle und schreiben voneinander ab. Die Achse, auf der niemand steht, ist eine andere: **Zeit mal Ort** — was in dieser Gegend geschah, durch alle Jahrhunderte.
Der Zuschnitt ist gemessen, nicht gewählt. Im Umkreis eines Dorfes am Bodensee sind von 1.164 datierten Objekten nur 50 taggenau belegt; eine Tagesansicht wäre elf von zwölf Wochen leer. Die Schichten am Ort dagegen reichen vom 10. Jahrhundert bis heute. Deshalb Jahr statt Tag, und deshalb eine Ortsseite statt eines Kalenders.
Eine Seite zeigt zuerst, was in der Gemeinde selbst steht, darunter den Umkreis — beide für sich chronologisch. Denn Geschichte hält sich nicht an Gemeindegrenzen: für viele Dörfer liegt das Wesentliche im Nachbarort, manchmal im Nachbarland.
Und wo die Quelle kein Jahr nennt, steht das dort. Tägerwilen hat achtzehn belegte Objekte und zwei Jahreszahlen — zwei Schlösser, das Müller-Thurgau-Haus und drei Bahnhöfe stehen trotzdem auf der Seite, im Abschnitt „Ohne Jahresangabe". Eine Fläche, die nur Datiertes zeigt, behauptet über solche Orte, es gäbe dort nichts.
ortspur zeigt je Ort, was dort steht und seit wann — nach Jahrhunderten geschichtet. Auf der Kreuzlinger Seite folgen dem Augustinerchorherrenstift aus dem 12. Jahrhundert Schloss Bernegg (1292), das Hotel Löwen (1772) und die Schuhfabrik Weill (1911); im Umkreis liegen Konstanz, Gottlieben und der Friede von Konstanz vom 2. Juli 1183.
Häufungen werden zusammengefasst statt aufgereiht: „1233–1271 · 11 Klöster“ mit allen elf Namen darunter. Die Häufung ist die Aussage — elf Konvente in vierzig Jahren sagen mehr als elf Zeilen untereinander.
Jeder Eintrag verlinkt seine Wikidata-Kennung, unter der die Angabe nachprüfbar ist. Kein Konto, kein Zähler, keine Werbung, keine Schrift von einem fremden Server.
Wo sie läuft
- Web
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Erreichbar unter: ortspur.com
Was sie kostet
| Aktion | Kosten |
|---|---|
| Alles — lesen, blättern, nachschlagen | 0 |
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Was sie für den Verein verkörpert
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OffenheitCode, Architektur und Mittelverwendung öffentlich.
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LanglebigkeitBewährte Stacks, klare Service-Grenzen, gute Doku.
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EigenbetriebEigene Infrastruktur, quelloffener Stack, keine SaaS-Abhängigkeit.
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UnabhängigkeitSchweizer Verein, keine Investoren, kein Werbekunde.
Was läuft, was nicht
Phase: Live — LIVE — 35 Seiten, 32 Orte, 389 datierte und 2.121 undatierte Einträge .
- Der Bestand deckt ein Gebiet ab: 25 km um Tägerwilen. Ein Alpental trägt gemessen 60 Einträge vor 1900 gegen 422 am Bodensee — landesweite Abdeckung wird deshalb ausdrücklich nicht versprochen.
- Es gibt keine Rangliste, und das bleibt so. Winterthur zählt 1.071 Objekte gegen Schaffhausens 88, weil dort jemand eine Denkmalliste eingetragen hat — die Zahl misst Datenpflege, nicht Geschichte.
- Ereignisse sind selten: die Quelle führt auf dieser Ebene fast nur Bauwerke. Friede von Konstanz (1183) und das Konzil (1414) sind die Ausnahmen, nicht die Regel.
Eigenbetrieb & Code
- Hosting
- Eigenbetrieb auf Vereins-Infrastruktur (Mac Mini in der Schweiz, perspektivisch Schweiz). Kein Cloud-Anbieter, kein Managed-Service.
- Lizenz
- Quelloffen — Details im Repo.
- Transparenz
- Mittelverwendung in der Transparenz-Übersicht.
ortspur ist eine von vielen Apps des Vereins. Alle teilen sich eine Anmeldung, ein gemeinsames Mana-Guthaben und denselben Datenschutz.